Berg am Laimer Lichtergang – Gedenkveranstaltung
1941 richtete die Münchner Arisierungsstelle in einem Seitenflügel des Klosters der Barmherzigen Schwestern in Berg am Laim ein Sammellager für Jüdinnen und Juden ein. In den folgenden zweieinhalb Jahren wurden aus dieser „Heimanlage für Juden“ rund 500 Menschen deportiert, fast immer in den sicheren Tod. Seit 39 Jahren richtet die Friedensgemeinschaft Berg am Laim für diese Opfer des Holocaust eine jährliche Gedenkveranstaltung aus.
In diesem Jahr steht der 85. Jahrestag der ersten Deportation jüdischer Münchnerinnen und Münchner im November 1941 im Zentrum des Gedenkens. Fast 1000 Menschen wurden in Folge dieser Deportation in Kaunas ermordet.
Der Historiker Erich Kasberger wird in einem Vortrag an diese Menschen und ihr Schicksal erinnern. In einem weiteren Beitrag wird Steven Beschhofer, Gemeinderat der liberalen jüdischen Gemeinde Beth Shalom, ein Grußwort von Prof. C. Bernd Sucher, dem Präsidenten der Gemeinde, verlesen und einen Bezug zum aktuellen jüdischen Leben in München herstellen.
Für die musikalische Umrahmung sorgt das Tizian-Jost-Trio (Tizian Jost, Vibraphon/ Heinz Frommeyer, Klavier/ Thomas Stabenow, Kontrabass), das Stücke von im Nationalsozialismus verfolgte Jazzmusikern interpretieren und kommentieren wird.
Nach der Gedenkveranstaltung im Alten- und Pflegeheim St. Michael findet ein Lichtergang zum Mahnmal am Johann-Michael-Fischer-Platz statt.
Veranstalter ist die Friedensgemeinschaft Berg am Laim: Evangelische Kirchengemeinde Sophie Scholl, Bürgerkreis Berg am Laim e.V., Münchner Volkshochschule und Bezirksausschuss 14 Berg am Laim.

